Methoden der strategischen Wettbewerbsanalyse: (2) Wettbewerbsvergleiche

Während die Industrieanalyse einen ersten, schnellen Überblick über die gesamte Wettbewerbssituation innerhalb einer Branche oder eines bestimmten Marktes gibt, liefern Wettbewerbsvergleiche exaktere Rückschlüsse auf Stärken und Schwächen der Konkurrenz, da sie jeweils auf einer Reihe definierter Kriterien beruhen.

Auch die Position der eigenen Firma relativ zu den Wettbewerbern lässt sich somit differenziert ermitteln. Auf diese Weise erhält man genauere und detaillierte Hinweise auf mögliche Strategien zur Verbesserung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und -position.

In der Praxis haben sich drei Kategorien für Wettbewerbsvergleiche mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten empfohlen:

  • Strategische Wettbewerbsvergleiche
    Schwerpunkt: Kriterien, die die Strategie und den langfristigen Unternehmenserfolg beeinflussen, z.B. Portfolio, Produktqualität, Preisposition, Vertriebsnetz, Markenstärke, Finanzkraft, Partnerschaften, Vision, etc.
  • Performance-Vergleiche
    Schwerpunkt: Finanzielle Kennzahlen, z.B. Umsatz, Wachstum, Ergebnis, RoI, Vermögen, Liquidität, etc.
  • Marktanteilsvergleiche
    Schwerpunkt: Ranking der Wettbewerber in bestimmten Märkten, wobei für die Bildung der Marktanteile eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen herangezogen werden kann, z.B. Umsatz- versus Mengen-basiert, regionale oder technologische Abgrenzungen, etc.

Die nachfolgende Präsentation erklärt anhand eines Beispiels das Konzept des strategischen Wettbewerbsvergleichs:

Strategischer Wettbewerbsvergleich – Tools für das Strategische Management (Download)

Beschreibungen und Beispiele für Performance- und Marktanteilsvergleiche finden sich auf der Seite Strategietools für Strategische & Taktische Wettbewerbsanalyse

Bei allen Wettbewerbsvergleichen können neben einer statischen auch dynamische Perspektiven betrachtet werden, d.h. es wird die Entwicklung der strategischen Kriterien, der Perfomance-Kennzahlen und der Marktanteile betrachtet

  • entweder über einzelne Perioden,
    beispielsweise von Jahr zu Jahr, von Quartal zu (vorherigem oder vergleichbarem Vorjahres-)Quartal, wobei zwei oder auch mehr Perioden angesetzt werden können
  • oder im Zeitverlauf über viele Perioden,
    also über eine größere Anzahl von Quartalen, Halbjahren, Jahren usw.

Außer festen Zeiträumen wie Monate, Quartale, Jahre können als Perioden für den Konkurrenzvergleich jeweils auch kumulierte oder rollierende Zeiträume definiert werden.


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Winfried Kempfle

About Winfried Kempfle

Winfried Kempfle arbeitete 20 Jahre als Berater im Inhouse-Management Consulting und in verschiedenen Strategie- und Business Develoment-Bereichen der Siemens AG. Er ist zertifizierter Web Business Manager und besitzt vielfältige Erfahrungen in Strategieplanung und Strategieprojekten, im Marketing und Projektmanagement sowie in Markt- und Wettbewerbsanalyse.
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